5. Mai 2025 / Aus aller Welt

Höchstwert bei Entbindungen mit Kaiserschnitt

Immer häufiger kommen Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Binnen 30 Jahren hat sich der Anteil dieser operativen Eingriffe fast verdoppelt.

Höchstwert bei Entbindungen per Kaiserschnitt. (Archivbild)
Veröffentlicht am 5. Mai 2025 um 11:15 Uhr von dpa

Fast jede dritte Geburt in Deutschland ist dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2023 durch einen Kaiserschnitt erfolgt. Dies sei der bislang höchste Wert, teilte das Amt in Wiesbaden mit. Insgesamt rund 218.000 Frauen hätten auf diese Weise entbunden. Die Kaiserschnittrate habe 32,6 Prozent erreicht. Binnen 30 Jahren habe sich der Anteil dieser operativen Eingriffe fast verdoppelt. 1993 brachten 16,9 Prozent der Frauen ein Kind mit einem Kaiserschnitt zur Welt.

«60,6 Prozent der Frauen im Krankenhaus haben auf natürlichem Weg entbunden», heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes. Es gebe auch noch andere Entbindungsmöglichkeiten wie eine Geburtszange oder eine Saugglocke.

Bei der Geburtshilfe habe es 2023 große regionale Unterschiede gegeben. Den höchsten Anteil bei Entbindungen per Kaiserschnitt habe es im Saarland mit 36,4 Prozent gegeben, den niedrigsten in Sachsen mit 25,6 Prozent.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge bieten immer weniger Kliniken in Deutschland Geburtshilfe an. 2023 seien dies mit 31,4 Prozent der insgesamt 1.874 Krankenhäuser weniger als ein Drittel gewesen. 30 Jahre zuvor seien dies fast der Hälfte aller damaligen 2.354 Kliniken gewesen. 

In Deutschland wurden 2023 den Angaben zufolge rund 680.000 Kinder einschließlich Mehrlingsgeburten geboren. Das seien 46.000 weniger als im Jahr zuvor. Der Anteil der lebend geborenen Kinder habe bei 99,6 Prozent gelegen.

Im internationalen Vergleich lag Deutschland nach vergleichbaren Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für 29 Staaten im Jahr 2022 bei der Zahl der Kaiserschnitte im oberen Mittelfeld. Die meisten Kaiserschnitte gab es 2022 demnach mit 60 von 100 Lebendgeburten in der Türkei.


Bildnachweis: © Maria Berentzen/dpa
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