7. Juli 2025 / Aus aller Welt

Haftbefehl gegen mutmaßlichen ICE-Angreifer erlassen

Er griff Passagiere in einem ICE in Niederbayern an und wurde selbst schwer verletzt. Jetzt ist gegen den Tatverdächtigen der Haftbefehl erlassen worden.

Mehrere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 7. Juli 2025 um 12:22 Uhr von dpa

Nach dem Angriff auf Fahrgäste in einem ICE mit mehreren Verletzten im niederbayerischen Straßkirchen ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen worden. Gegen den 20 Jahre alten Syrer bestehe der dringende Tatverdacht des versuchten Mordes in zwei Fällen und der gefährlichen Körperverletzung in vier Fällen, teilte die Polizei mit. 

Der in Österreich gemeldete Asylbewerber wurde bei der Tat erheblich verletzt. Er befindet sich wie auch drei der vier verletzten Passagiere noch in einem Krankenhaus.

Der Mann war am Donnerstag nach Angaben der Polizei in dem mit 429 Fahrgästen besetzten ICE von Hamburg nach Wien auffällig geworden, so dass ein Passagier einen Notruf auslöste. Darauf griff er den Deutschen an, wenig später wandte er sich gegen eine dreiköpfige Familie aus Syrien, zu der ihn aber laut Polizei nach ersten Erkenntnissen keinerlei Beziehung verband. Über die Motivlage herrscht noch Unklarheit.

Der Mann, der in Österreich unter anderem wegen schwerer Körperverletzung aufgefallen war, stand den Ermittlungen nach unter Einfluss mehrerer Drogen. Ein Fahrgast will laut Polizei gehört haben, wie er die Worte «Allahu Akbar» gesprochen hat. Die österreichischen Behörden hatten ein Asyl-Aberkennungsverfahren gegen ihn eingeleitet, nachdem er zweimal rechtskräftig verurteilt worden war.


Bildnachweis: © Armin Weigel/dpa
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