Zwei österreichische Touristen sind auf der indonesischen Insel Flores nahe einem beliebten Wasserfall tödlich verunglückt. Die beiden Urlauber stürzten nach Behördenangaben von einer Hängebrücke, die durch den Dschungel zum Cunca-Wulang-Waterfall führt, in die Tiefe. Das Gebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es liegt etwa zwei Autostunden vom bekannten Touristenort Labuan Bajo entfernt. Die Leichen des 55-jährigen Mannes und der 57-jährigen Frau seien am Sonntag aus einem Fluss unterhalb der Brücke geborgen worden, teilte der Chef der örtlichen Such- und Rettungsbehörde, Fathur Rahman, am Morgen (Ortszeit) mit. Besucher müssen bei ihrer rund 30-minütigen Wanderung zu dem Wasserfall die etwa 50 Meter lange Hängebrücke überqueren. Der Reiseführer des Paares sagte dem Portal «Hey Bali News», Teile der Brücke hätten plötzlich nachgegeben. «Sie gingen nebeneinander und lächelten in die Kamera», sagte der Guide demnach vor Reportern. «Plötzlich hörte ich ein sehr lautes Geräusch von brechendem Holz, wie von einem herabfallenden großen Ast.» Innerhalb von Sekunden seien mehrere Planken der Brücke eingestürzt - und die Urlauber etwa 20 Meter in die Tiefe gefallen. Auf in lokalen Medien verbreiteten Fotos war zu sehen, wie auf der Hängebrücke ein großes Loch klafft. Woher die Opfer in Österreich genau stammen, war derweil zunächst unklar. Hängebrücken in abgelegenen Gebieten Indonesiens würden oft aus lokalen Materialien gebaut und nur unregelmäßig überprüft, schrieb das Portal weiter und warnte: «Für Reisende, die solche Orte besuchen möchten, ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass die Infrastrukturstandards im indonesischen Archipel stark variieren.» Eine Brücke, die auf Fotos hübsch aussehe, könne in Wirklichkeit tödlich sein. Der Cunca-Wulang-Wasserfall ergießt sich in einen engen Canyon, der wie eine Miniatur-Version des Grand Canyon in den USA wirkt. Touristen können von den Felsen springen und im türkisen Wasser der Schlucht schwimmen. Flores gehört zu den Kleinen Sundainseln und liegt etwa 500 Kilometer östlich von Bali. Wegen ihrer Tauchreviere, Vulkanlandschaften und der Nähe zum Komodo-Nationalpark mit den seltenen Komodo-Waranen lockt die Insel Gäste aus aller Welt. Tödliche Unglücke an abgelegenen Naturattraktionen sind in Indonesien keine Seltenheit. Schwieriges Gelände, teils veraltete Infrastruktur und lange Rettungswege erschweren Einsätze in vielen Regionen des weltgrößten Inselstaates. Erst im Dezember waren vier Mitglieder einer sechsköpfigen spanischen Familie ums Leben gekommen, als ihr Boot vor Flores kenterte. Im vergangenen Juni war eine Brasilianerin am Vulkan Rinjani auf der indonesischen Insel Lombok in den Tod gestürzt.Was war passiert?
Immer wieder tödliche Touristen-Unglücke
Bildnachweis: © -/Maumere Search and Rescue Office/dpa
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Hängebrücke stürzt ein: Zwei Österreicher sterben auf Flores
Ein plötzliches Knacken, dann stürzt die Hängebrücke ein: Im Dschungel Indonesiens endet ein Ausflug für zwei Urlauber aus Österreich tödlich. Warum Rettungseinsätze im Land so schwierig sind.
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