Nichts deutet in Kleinpörthen darauf hin, was sich hier am Mittwochabend abgespielt hat. Dem Haus in dem kleinen Ort an der südlichen Landesgrenze Sachsen-Anhalts, in dem in der Nacht ein Vater und sein fünfjähriger Sohn bei einem Brand ums Leben gekommen sein sollen, ist auf den ersten Blick nichts anzusehen: Keine Brandschäden, kein Ruß zeugen davon, dass eine vierköpfige Familie hier zerrissen worden ist. Wie es zu dem Brand kommen konnte, wird derzeit ermittelt. Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Halle sucht nach Antworten. Die ganze Nacht seien Polizeikräfte vor Ort gewesen, sagte eine Sprecherin. Erste Hinweise deuteten auf einen «erweiterten Suizid» hin, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle der Deutschen Presse-Agentur. Das Brandgeschehen habe sich nur kleinräumig im Inneren des Hauses abgespielt. Genauere Auskünfte zum möglichen Hergang machen die Ermittler derzeit nicht. Klar ist: Gegen 21 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert. 45 Feuerwehrkräfte verschiedener Wehren eilten zum Brandort. Zu diesem Zeitpunkt waren der 38-Jährige, sein Sohn, seine neunjährige Tochter und die 36 Jahre alte Mutter der Kinder noch im Haus. Notärztliches Personal versuchte das Leben der beiden tödlich Verletzten zu retten. Doch auch intensive Reanimationsmaßnahmen kamen für den Vater und seinen Sohn zu spät, heißt es von der Polizei. Mit schweren Verletzungen wurden Mutter und Tochter in ein Krankenhaus gebracht. Ein Hubschrauber kam zum Einsatz. «Das Dorf ist geschockt», sagte der Kleinpörthener Ortsbürgermeister Hans-Hubert Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall habe die Menschen in dem kleinen Ort wie ein Schlag getroffen. Es kursierten bereits erste Gerüchte, berichtet Schulze. «Der eine sagt, es hätte wohl nach Benzin gerochen.» Er mahnt allerdings, die Ermittlungen abzuwarten: «Ich sage, quatscht nicht so ein Zeug. Nachher stimmt es nicht.» Der 38-jährige Verstorbene sei selbst aktives Mitglied der freiwilligen Ortsfeuerwehr gewesen. «Es ist tragisch, weil das ein aktiver Kamerad gewesen ist und eben sehr jung», so der Bürgermeister. In den vergangenen Wochen habe der Mann gemeinsam mit anderen etwa beim Bau einer neuen Feuerwehrgarage im Dorf geholfen.Staatsanwaltschaft: Verdacht auf erweiterten Suizid
Ortsbürgermeister: 38-Jähriger war in Feuerwehr aktiv
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Dorf unter Schock: Fünfjähriger und Vater sterben bei Brand
Ein Brand in einem Einfamilienhaus löst in der Nacht einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften aus. Ein Vater und sein fünfjähriger Sohn kommen ums Leben. Die Ermittlungen laufen.
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