17. Januar 2026 / Aus aller Welt

Acht Tote bei drei Lawinenabgängen in Österreich

In vielen Teilen der Alpen ist die Lawinenlage brisant. Trotzdem schreckt das Skitourengeher offenbar nicht ab. In drei Fällen endeten Ausflüge in den Schnee tödlich.

Rettungskräfte waren am Finsterkopf im Einsatz.
Veröffentlicht am 17. Januar 2026 um 23:40 Uhr von dpa

In Österreich sind bei drei Lawinenabgängen insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen. Das teilten Bergrettung und die Polizei mit. 

Am Nachmittag ging den Angaben zufolge eine Lawine am 2.150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal im Bundesland Salzburg nieder. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden teils schwer verletzt.

Kurz zuvor war eine Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst worden. Auch sie starb unter den Schneemassen. In beiden Fällen sind Herkunft und Alter der Toten und Verletzten noch unklar. 

Weitere Lawine in der Steiermark: Drei Tote

In der Gemeinde Pusterwald in der Steiermark kam es laut Polizei am späten Nachmittag zu einem weiteren Lawinenunglück. Sieben tschechische Skitourengeher waren in dem Gelände unterwegs, als sich eine Lawine löste. Drei von ihnen seien von der Lawine verschüttet worden, so die Polizei. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die vier Begleiter, welche nicht erfasst worden waren, seien von den Einsatzkräften aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt worden.

Große Lawinengefahr in der Region

«Die Lawinenlage ist heikel», sagte die Sprecherin der Bergrettung weiter. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, so dass sich immer wieder Lawinen lösten. «Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist», sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser.

Bei den drei Unglücken war ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. Insgesamt mehr als 200 Helfer und Bergretter haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen. 

Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt wurden ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Identität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum getötet. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äußerst vorsichtig zu sein.


Bildnachweis: © ---/Hundestaffel Bergrettung/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Kreis Soest

Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...

weiterlesen...

Neueste Artikel

 Rücknahme der Öffentlichkeitsfahndung nach dem 60-jährigen Markus F.
Polizeimeldung

Soest (ots) - Die Öffentlichkeitsfahndung nach dem vermissten Markus F. aus Soest wird hiermit zurückgenommen. Der...

weiterlesen...
Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Aus aller Welt

Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Aus aller Welt

Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.

weiterlesen...
Prozess um Tod dreier Kinder in den USA endet ohne Urteil
Aus aller Welt

Eine Mutter räumt ein, ihre Kinder getötet zu haben und wäre laut Berichten trotzdem fast freigesprochen worden. Ein einzelner Geschworener soll ein einstimmiges Urteil verhindert haben.

weiterlesen...