Nach der Explosion an einem Wohnblock in Amsterdam mit sieben Verletzten und 400 evakuierten Anwohnern ermittelt die Polizei, ob Kriminelle das Unglück durch Aktivitäten mit Sprengstoff ausgelöst haben. Drei Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Nach einem umfangreichen Rettungseinsatz gehe man nicht mehr davon aus, dass sich noch Menschen unter den Trümmern befinden. In der Nacht zu Freitag war es in einem Nebengebäude eines Wohnblocks zu einer heftigen Explosion gekommen. Das Gebäude geriet in Brand und stürzte teilweise ein. Wie die Zeitungen «Het Parool» und «De Telegraaf» unter Verweis auf Angaben der Feuerwehr und von Zeugen berichteten, soll eine Gruppe junger Männer in Kellerräumen des Gebäudes Sprengsätze angefertigt haben, wie sie für das Aufsprengen von Geldautomaten verwendet werden. Konkret soll es um die Vorbereitung eines entsprechenden Überfalls in Deutschland gegangen sein. Die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema bezeichnete die mutmaßliche Herstellung von Sprengsätzen mitten in einem Wohngebiet als «asozial». Da Anwohner anscheinend darüber Bescheid wussten, stelle sich die Frage, ob dies der Polizei bekannt war, sagte Halsema dem Sender NOS. Seit Jahren wird eine Gruppierung aus den Niederlanden für Sprengungen von Geldautomaten in Deutschland verantwortlich gemacht. Unabhängig davon kommt es regelmäßig zu Sprengstoffanschlägen im kriminellen Milieu, die sich gegen Wohnungen und Firmengebäude richten. «Wir versuchen, diejenigen aufzuspüren, die die Sprengsätze herstellen und platzieren», sagte Halsema. Sie bezeichnete die Vorbereitungen auf Sprengstoffanschläge in Wohngebieten als «gigantisches» Problem.Wusste Polizei von Sprengstoffaktivitäten in Wohngebiet?
Bildnachweis: © Josh Walet/ANP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Explosion in Amsterdam – Polizei vermutet Sprengstoffbande
In einem Amsterdamer Wohnblock soll eine Gruppe junge Männer Sprengsätze gebaut haben – offenbar für einen geplanten Überfall in Deutschland. Die Polizei ermittelt.
Meistgelesene Artikel
- 3. Oktober 2026
Ähnelte KZ-Kleidung: Zara zieht Kostüm zurück
Zara nimmt ein Halloween-Kostüm aus dem Sortiment. Die Modekette reagiert auf Kritik, das Design erinnere an KZ-Häftlingskleidung aus der NS-Zeit.
- 28. September 2026
Lippstädter Moonlight Shopping im Herbst 2026
Moonlight Shopping am 9.10. bis 22 Uhr: shoppen und Wein verkosten in der Lippstädter Innenstadt, dazu das Jubiläumsglas „100 Jahre Herbstwoche".
- 2. Oktober 2026
Schülerin bricht in Unterricht zusammen und stirbt
Eine 16-Jährige bricht während des Unterrichts zusammen und stirbt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln zur Todesursache.
Neueste Artikel
- 12. Oktober 2026
Frauen fühlen sich in Männerteams bei Fehlern unsicherer
Ein Fehler in der Präsentation, eine übersehene Frist, eine falsche Zahl in einer Kalkulation: Solche Pannen gehören zum Arbeitsalltag. Im Umfeld von Männern sehen Frauen eigene Fehler sehr negativ.
- 12. Oktober 2026
Was die Klimakrise mit Kindern macht
Hitze, Allergien und Zukunftssorgen belasten Kinder schon heute. Ein Kinderarzt, eine Psychologin und ein Lehrer sprechen über Folgen – von der Medizin bis zum Schulalltag in Schwäbisch Gmünd.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. Oktober 2026
Frauen fühlen sich in Männerteams bei Fehlern unsicherer
Ein Fehler in der Präsentation, eine übersehene Frist, eine falsche Zahl in einer Kalkulation: Solche Pannen gehören zum Arbeitsalltag. Im Umfeld von Männern sehen Frauen eigene Fehler sehr negativ.
- 12. Oktober 2026
Was die Klimakrise mit Kindern macht
Hitze, Allergien und Zukunftssorgen belasten Kinder schon heute. Ein Kinderarzt, eine Psychologin und ein Lehrer sprechen über Folgen – von der Medizin bis zum Schulalltag in Schwäbisch Gmünd.

