Internationale Ermittler haben ein globales kriminelles Netzwerk für Geldwäsche und Drogenhandel zerschlagen. 15 Verdächtige wurden in vier Ländern festgenommen, teilte Europol in Den Haag mit. Ein Netzwerk von Unternehmen sei aufgedeckt worden, die von kriminellen Banden für Geldwäsche ihrer Profite aus dem Drogenhandel genutzt worden waren. Das Netzwerk streckte sich Europol zufolge von Europa über Asien und Australien aus. Dieser Fall zeige, wie das organisierte Verbrechen heute funktioniere, sagte Andy Kaag, Leiter der Europol-Abteilung für organisiertes Verbrechen. «Es fängt mit etwas Kleinem an. Aber es ist global.» Alles begann 2024 mit der Beschlagnahme von zwei Mobiltelefonen in einer Kleinstadt im Westen von Schweden, wie der Vize-Chef der schwedischen Polizei, Matts Berggren, mitteilte. Er nannte mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen den Namen der Stadt nicht. «Lokale Polizeibeamte fanden in den Telefonen die gespeicherten Daten eines ausgeklügelten globalen Verbrechernetzwerkes.» In den folgenden zwei Jahren arbeiteten Ermittler in Schweden, Spanien, Deutschland und Australien zusammen. In dieser Woche griffen sie dann in einer von Europol koordinierten Aktion zu. Unterstützt wurde der Einsatz auch von der europäischen Justizbehörde Eurojust. Auch Behörden in Thailand waren beteiligt. Dutzende Gebäude waren durchsucht und unter anderem Computer und Telefone beschlagnahmt worden. In Thailand organisierten Mitglieder des Netzwerkes den Online-Handel in Drogen vor allem mit skandinavischen Ländern. In Schweden wurden die Drogen dann den Angaben zufolge weiter vertrieben und die Profite durch ein ausgeklügeltes System von Verschiebung über legale Unternehmen gewaschen. Deutschland hatte 1,2 Tonnen synthetischer Drogen sichergestellt, die nach Australien verschifft werden sollten. Dieser Fund führte zu zwei Festnahmen in Australien. Andere mutmaßliche Schlüsselpersonen waren in Schweden und Spanien festgenommen worden. Nach Angaben von Europol waren die meisten von ihnen zuvor bei der Polizei nicht im Blick.Alles fing mit zwei Handys an
Drogenfund in Deutschland
Bildnachweis: © Jerry Lampen/anp/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Europol: Netzwerk für Geldwäsche zerschlagen
Zwei Handys werden in einer schwedischen Kleinstadt beschlagnahmt. Und dann machen lokale Ermittler eine Entdeckung. Mit globalen Folgen.
Meistgelesene Artikel
- 13. Juli 2026
Feierabend trifft Sommerfeeling: Neue Konzertreihe der KWL startet im Kurpark Bad Waldliesborn
Wenn die Temperaturen angenehm bleiben, die Sonne langsam untergeht und der Arbeitstag geschafft ist, gibt es kaum etwas...
- 11. Juli 2026
Polizei beendet Geiselnahme in Berlin - Frau gerettet
Kurz vor Feierabend bringt ein Mann in einem Supermarkt eine Frau in seine Gewalt. Es folgt ein stundenlanger Nervenkrieg. Die Polizei verhandelt - dann stürmt sie das Gebäude.
- 22. Juli 2026
100 Jahre Herbstwoche: Attraktive Fahrgeschäfte sorgen vom 16. bis 25. Oktober für Kirmesvergnügen
Die Vorfreude wächst: Die Herbstwoche feiert vom 16. bis 25. Oktober ihr 100-jähriges Bestehen. Jetzt stehen auch die...
Neueste Artikel
Lippstadt. Was brauchen wir, um uns geborgen – uns zuhause – zu fühlen? Mit dieser Frage setzt sich die...
- 11. August 2026
USA - Juli war wärmster Monat seit mehr als 130 Jahren
Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Auch in den USA werden Rekorde verzeichnet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. August 2026
USA - Juli war wärmster Monat seit mehr als 130 Jahren
Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Auch in den USA werden Rekorde verzeichnet.
- 11. August 2026
Bewährungsstrafe im Prozess um erhängten Hund «Buddy»
Vor dem Amtsgericht Flensburg muss sich ein 38-Jähriger verantworten, weil er den Hund «Buddy» getötet haben soll. Der Fall sorgt für große Anteilnahme in der Stadt. Nun ist das Urteil gefallen.

