5. März 2026 / Aus aller Welt

Europol: Großer Markt für gestohlene Daten geschlossen

Millionen von Daten wurden auf der Plattform Leakbase verhandelt. Der Server war in Amsterdam, die Kunden in aller Welt. Sie lesen nun eine deutliche Botschaft auf der Website.

Europol koordinierte den Schlag gegen Cyberkriminelle. (Archivbild)
Veröffentlicht am 5. März 2026 um 12:31 Uhr von dpa

Die Polizei von Amsterdam hat im Zuge einer internationalen Aktion laut Europol einen der weltweit größten Handelsplätze für gestohlene Daten geschlossen. Leakbase hatte weltweit 142.000 registrierte Nutzer, wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag mitteilte. Die Server des Marktes waren in Amsterdam. Die Daten wurden sichergestellt.

In 14 Ländern hatten Ermittler an einem gemeinsamen Aktionstag am Dienstag zugegriffen. Es gab nach Europol-Angaben rund 100 Einsätze vor allem gegen die 37 Hauptnutzer der Plattform. 

«Zentrale Drehscheibe»

Leakbase war Europol zufolge eine «zentrale Drehscheibe im Ökosystem der Cyberkriminalität». Die Plattform hatte sich auf den Handel mit gestohlenen Daten spezialisiert. Sie war nach Angaben von Europol offen im Internet zugänglich. 

«Plattformen dieser Art sind der Motor für Cyberkriminalität», teilte die Amsterdamer Polizei mit. Die Cybercrime-Experten warnten auch, dass gestohlene Daten immer wieder weiterverkauft und für verschiedene Arten von Betrug missbraucht würden. Es ist unklar, wie viele Menschen Opfer der Praktiken geworden sind. 

Auf der bisherigen Website ist nun eine Nachricht der Polizei zu sehen: «Der Handel mit gestohlenen Daten ist strafbar. Jeder hinterlässt online Spuren.»

14 Länder beteiligt

Die Ermittlungen waren nach Informationen des Cybercrime-Teams der Amsterdamer Polizei 2023 in den Niederlanden begonnen worden. Sie seien schnell erweitert worden, auch Ermittler in Deutschland waren demnach beteiligt. Die Amsterdamer Polizei arbeitete eng mit dem amerikanischen FBI zusammen. Europol koordinierte die Aktion.


Bildnachweis: © Jerry Lampen/anp/dpa
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