Bei einem schweren Erdbeben im Norden Afghanistans sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Bachtar. Zudem seien 730 Menschen verletzt worden. Am stärksten sei die Provinz Balch betroffen. Der Nachrichtenagentur zufolge kam es in Masar-i-Scharif außerdem zu Schäden an der historischen blauen Moschee. Ein Video des afghanischen Nachrichtensenders Tolonews zeigt Trümmer auf dem Boden um das Gebäude. Wie der Nachrichtensender unter Berufung eines Behördensprechers zudem berichtete, wurden in der Provinz Badachschan rund 800 Häuser zerstört oder beschädigt. Mehrere Staaten sowie die Europäische Union bekundeten ihr Beileid. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Erdbeben eine Stärke von 6,3. Demnach ereignete es sich in einer Tiefe von 28 Kilometern. Wie Bewohner von Kabul der Deutschen Presse-Agentur berichteten, waren in der Hauptstadt ebenfalls Erschütterungen zu spüren. Nach Angaben des nationalen Energieversorgungsunternehmens kam es zu Schäden an Stromleitungen im Norden des Landes und damit zu Stromausfällen in mehreren Provinzen des Landes. Auch in Kabul habe es Probleme mit der Stromversorgung gegeben. Der Sprecher der regierenden Taliban, Sabihullah Mudschahid, sprach auf der Online-Plattform X den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Rettungskräfte seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden. Immer wieder gibt es schwere Erdbeben in der Region, wo die Arabische, die Indische und die Eurasische Platte aufeinandertreffen. Erst im September war es in Afghanistan zu einem schweren Erdbeben mit mehr als 2.000 Toten gekommen.
Indien kündigte Hilfslieferungen an. Das Nachbarland Iran erklärte sich bereit, sich an Such- und Rettungsaktionen für die Opfer zu beteiligen.
Beschädigte Stromleitungen
Bildnachweis: © Sirat Noori/AP/dpa
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Erdbeben erschüttert Afghanistan - Mehr als 20 Tote
Nach dem schweren Erdbeben in Nordafghanistan steigt die Opferzahl weiter. Zudem kam es zu zahlreichen Schäden. Was ist bekannt?
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