15. August 2025 / Aus aller Welt

Drohende Käfer und kämpfende Antilopen

Wie sieht es aus, wenn zwei kampflustige Saiga-Antilopen aufeinandertreffen und ein Käfer die Kamera attackiert? Ausgezeichnete Bilder eines Fotowettbewerbs geben Antworten.

Die Antilopen sind in der zentralasiatischen Steppe beheimatet.
Veröffentlicht am 15. August 2025 um 12:19 Uhr von dpa

Die Drohgebärde eines Käfers, eine Blattwanzen-Art auf der Unterseite eines Blattes und zwei kämpfende Saiga-Antilopen – das sind einige gekürte Motive eines Fotowettbewerbs des Fachblatts «BMC Ecology and Evolution». Mit den Aufnahmen geben Forscherinnen und Forscher Einblick in ihre Arbeit. 

Kampflustige Antilopen-Männchen

Hauptgewinner des Wettbewerbs ist das Foto zweier kämpfender Saiga-Antilopen in einer Steppe. Charakteristisch für diese Art ist ihre große röhrenförmige Nase, die Staub filtert und kalte Luft erwärmt. Die Redaktion lobt das Bild, da die karikaturhaften Gesichter der Tiere im Widerspruch zur drohenden Gewalt des Fotos stünden. «Saiga-Antilopen haben die Eiszeit, die Zerstörung ihres Lebensraums und die menschliche Wilderei überlebt. Werden diese Männchen die Brutzeit überleben?»

Treffpunkt Blattunterseite

Ein weiterer Gewinner ist ein Foto einer frisch geschlüpften Blattwanzen-Art. Die Tiere sammeln sich auf der Unterseite eines Blattes, um dort geschützt zu sein und durch die höhere Feuchtigkeit besser wachsen zu können. Indem sie als Gruppe zusammenkommen, stärken sie ihren Schutz vor Fressfeinden und verringerten die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einzelner zur Beute wird.

Mit dem Kopf auf die Linse

Außerdem ausgezeichnet wurde das Foto eines Käfers in Drohgebärde. Als der Forscher zum Fotografieren angesetzt habe, habe der Käfer ihn wohl als Feind wahrgenommen und sich plötzlich tiefschwarz und leuchtend gelb gefärbt. Mit jeder seiner Bewegungen habe sich der Käfer mit seinem stierähnlichen Gesicht mitbewegt. Dem Fotografen zufolge verpasste er der Linse sogar einen Kopfstoß. Um welche Art genau es sich bei dem Käfer handelt, bleibt vorerst ein Rätsel – denn trotz Rücksprache des Fotografen mit mehreren Experten konnte bislang niemand die Spezies identifizieren.


Bildnachweis: © Andrey Giljov/BMC Journals Image Competition/dpa
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