16. Juni 2025 / Aus aller Welt

Drei Tote bei Blitzschlag in Österreich

Bei Bergwanderungen sind Gewitter eine besonders große Gefahr. Drei Bergsteiger brachen bei noch gutem Wetter auf. Dann kam die Unwetterfront. Keiner von ihnen kehrte ins Tal zurück.

Bei Bergwanderungen sind Gewitter eine besonders große Gefahr. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 16. Juni 2025 um 14:17 Uhr von dpa

In Österreich sind drei Bergsteiger durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen. Ein Ehepaar im Alter von 60 Jahren und der 62-jährige Bruder der Frau waren nach Angaben der Polizei am Sonntag auf dem Weg zur 2.600 Meter hohen Mittagsspitze in Tirol. Wegen eines Wetterumschwungs entschlossen sie sich demnach zur Rückkehr, kamen aber nicht im Tal an. Angehörige alarmierten die Behörden. 

Die Besatzung eines Notarzt-Hubschraubers fand die Wanderer leblos in der Nähe eines markierten Steigs auf 2.300 Metern Höhe. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach Angaben von Ärzten starben alle drei Bergsteiger durch einen Blitzschlag.

Nach einer Übersicht des Kuratoriums für Alpine Sicherheit in Innsbruck, das etwa zu Unfällen forscht, sind in den vergangenen zehn Jahren - inklusive der drei Toten vom Sonntag - acht Menschen in den Bergen durch einen Blitz ums Leben gekommen. 40 wurden den Angaben zufolge verletzt, mitgezählt sind dabei zum Beispiel auch Stürze in Folge von Angstreaktionen. 

«Das ist die absolute Ausnahme», sagte der Leiter des Einsatzwesens der Tiroler Bergrettung, Gregor Franke, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA zur Häufigkeit von Blitz-Unfällen. Dennoch laute seine generelle Empfehlung: frühzeitiger aufbrechen und frühzeitiger wieder umkehren. Jeder sollte bei drohendem Schlechtwetter auf eine Bergtour verzichten. 

 

Angesichts des Unglücks vom Wochenende riefen das Land Tirol und der Österreichische Alpenverein zu mehr Vorsicht bei drohendem Gewitter auf.

Alarmzeichen und richtiges Verhalten

Auf ein Unwetter weisen laut Kuratorium für Alpine Sicherheit etwa fertig ausgebildete Gewitterwolken, böig auffrischender Wind, einsetzender Niederschlag, das Surren von Metallgegenständen und kürzer werdende Abstände zwischen Blitz und Donner hin. Wichtig sei, eine Kauerstellung auf einer Grundlage einzunehmen, um nicht direkt Kontakt zum Boden zu haben - sich zum Beispiel auf den Rucksack zu stellen, so die Experten.


Bildnachweis: © Valentin Gensch/dpa/dpa-tmn
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