23. Mai 2026 / Aus aller Welt

Drei neue Ebola-Fälle in Uganda gemeldet

Die Angst vor einem Überschwappen des Ebola-Ausbruchs aus dem Kongo in andere Länder ist groß. Uganda hat nun drei neue Fälle bestätigt - darunter eine Frau, die mit Symptomen in einem Flugzeug saß.

Die WHO geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, weil der Ausbruch wochenlang unbemerkt blieb. (Archivbild)
Veröffentlicht am 23. Mai 2026 um 12:09 Uhr von dpa

Nach dem schweren Ebola-Ausbruch im Ostkongo meldet das Nachbarland Uganda drei neue bestätigte Infektionen mit dem lebensbedrohlichen Virus. Zwei von ihnen, bei einem Fahrer und einer Krankenschwester, waren vorige Woche mit dem ersten bekannten Fall in dem Land in Kontakt gekommen, wie das ugandische Gesundheitsministerium mitteilte.

Beim dritten Fall handele es sich um eine Frau aus der Demokratischen Republik Kongo, die mit einem Flugzeug in die ugandische Hauptstadt Kampala gereist war. Sie wurde dort mit Bauchbeschwerden behandelt und sei dann zurückgereist. Eine Probe von ihr sei inzwischen positiv auf Ebola getestet worden, hieß es. Alle Kontaktpersonen seien inzwischen identifiziert und würden überwacht und mit Blick auf ihre Kontakte nachverfolgt.

Damit zählt Uganda nun fünf bestätigte Fälle. Zahlen zu Verdachtsfällen veröffentlicht das Land nicht. In der Demokratischen Republik Kongo gibt es nach WHO-Angaben fast 750 Verdachtsfälle und knapp 180 mutmaßliche Todesfälle. In dem Land wurden demnach 83 Infektionen mit dem Ebolavirus, darunter 9 Todesfälle, im Labor bestätigt. Die WHO geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, weil der Ausbruch wochenlang unbemerkt blieb und nicht alle Fälle gemeldet werden.

Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch mit dem seltenen Bundibugyo-Typ, für den es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, ist besonders schwer einzudämmen.


Bildnachweis: © Jerome Delay/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Kreis Soest

Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...

weiterlesen...
Löckenhoff Lippstadt: „Alt gegen Neu" fürs Rad
Aus den Betrieben

Bei der Aktion „Alt gegen Neu" zahlt Löckenhoff in Lippstadt vom 29.08. bis 19.09. bis zu 1.500 € für dein altes Rad, wenn du ein neues kaufst.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Aus aller Welt

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.

weiterlesen...
Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst
Aus aller Welt

Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos. Die Suche wird durch hohe Wellen und Vulkanasche erschwert.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Aus aller Welt

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.

weiterlesen...
Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst
Aus aller Welt

Fünf Journalisten wollten über den Ausbruch des Anak Krakatau berichten. Dann verschwand ihr Boot spurlos. Die Suche wird durch hohe Wellen und Vulkanasche erschwert.

weiterlesen...