Bei einem durch Brandstiftung ausgelösten Feuer in einem Wohnhaus der nordspanischen Stadt Miranda de Ebro sind drei Frauen ums Leben gekommen und zwei Kinder verletzt worden. Es handele sich um einen weiteren Fall geschlechtsspezifischer Gewalt, sagte Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska im Fernsehen. Bei dem Verdächtigen handelt es sich Medienberichten zufolge um den früheren Partner einer der drei Frauen, der wegen Entführung und sexuellen Missbrauchs vorbestraft sei. Der Mann habe sich gestellt, als er erfahren habe, dass nach ihm gefahndet werde, sagte ein Sprecher der Polizei. Er streite ab, die Tat am Dienstagabend begangen zu haben, bei der neben seiner Ex-Partnerin auch deren Mutter und eine Nachbarin ums Leben kamen. Grande-Marlaska sagte, der Mann sei vor Jahren im Viogén-System, einer Datenbank für Gewalt gegen Frauen erfasst gewesen. Inzwischen sei dieser Eintrag jedoch wegen des zeitlichen Abstands nicht mehr aktiv gewesen. Die Zahl der registrierten Todesfälle von Frauen durch geschlechtsspezifische Gewalt seit Jahresbeginn wurde bis zu dem Brand in Miranda de Ebro mit zehn angegeben. Solche Gewalt meist von Männern gegen Frauen wird in Spanien sehr ernst genommen. Es gibt eine spezielle Staatsanwaltschaft für die Verfolgung der Taten.
Bildnachweis: © Tomás Alonso/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Drei Frauen tot: Spanier wegen Brandstiftung festgenommen
Drei Frauen sterben, zwei Kinder werden verletzt: Ein Feuer in Nordspanien löst erneut Debatten über Gewalt gegen Frauen aus. Der Verdächtige streitet die Tat ab.
Meistgelesene Artikel
Das traditionelle Entenrennen auf der Lippe ist auch 2026 wieder Teil des Lippstädter Lenz. Am Sonntag, 12. April 2026,...
Dieses Wochenende lädt PÖTTKER zum Werksverkauf ein – direkt vom Hersteller, mit 25 km Lieferung inklusive.
Ein 13-jähriger Junge ist tot, Schwester und Mutter sind schwer verletzt - das ist das Ergebnis eines gewalttätigen Familienstreits in Witten. Verdächtigt wird der Vater. Was bislang bekannt ist.
Neueste Artikel
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch soll starten
Noch lebt der bei Wismar gestrandete Buckelwal. Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs.
- 16. April 2026
Zugbegleiter trotzt Gewalt und bekommt Ehrung für sein Herz
Oft trifft sie der Unmut der Fahrgäste. Erst kürzlich starb ein Zugbegleiter nach einem Angriff. In Gedenken an ihn startet eine Ehrung für Eisenbahner, die besonders viel Menschlichkeit zeigen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. April 2026
Wal lebt noch - neuer Rettungsversuch soll starten
Noch lebt der bei Wismar gestrandete Buckelwal. Eine private Initiative will mit Luftkissen und Pontons einen neuen Rettungsversuch starten – trotz des ungewissen Ausgangs.
- 16. April 2026
Zugbegleiter trotzt Gewalt und bekommt Ehrung für sein Herz
Oft trifft sie der Unmut der Fahrgäste. Erst kürzlich starb ein Zugbegleiter nach einem Angriff. In Gedenken an ihn startet eine Ehrung für Eisenbahner, die besonders viel Menschlichkeit zeigen.

