Der ADAC hat vergangenes Jahr 866.000 Kilometer Staus auf den deutschen Autobahnen gezählt. Das waren 7.000 mehr als im Vorjahr und entspricht etwa der Strecke von der Erde zum Mond, zurück und noch zweieinhalbmal um die Erde. Doch wo und wann staute es sich am schlimmsten? Ein Überblick Die Staus auf den deutschen Autobahnen waren 2025 nicht nur länger, sie lösten sich auch langsamer auf. Insgesamt zählte der Verkehrsclub 478.000 Staustunden - 30.000 mehr als 2024. Immerhin: Die Zahl der registrierten Staus mit mindestens einem Kilometer Länge sank um 20.000 auf 496.000 - das reichte aber nicht aus, um die Anstiege bei der durchschnittlichen Länge und Dauer zu kompensieren und die Lage auf den Autobahnen nachhaltig zu entspannen. Wichtige Treiber des Staugeschehens sind Baustellen und Verkehrsaufkommen. Beide lagen 2025 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Klarer Stauschwerpunkt war 2025 Nordrhein-Westfalen. Dort wurden rund 35 Prozent aller Staustunden registriert - weit mehr als in Bayern und Baden-Württemberg mit 13 und zehn Prozent oder als in Hessen mit sieben Prozent. Dahinter folgen Brandenburg mit knapp fünf Prozent, Rheinland-Pfalz mit gut vier Prozent und Hamburg mit knapp vier Prozent sowie Berlin und Sachsen mit je drei Prozent. Die im Verhältnis zu ihrer Länge am schlimmsten betroffenen überregionalen Autobahnen waren A1, A3, A5 und A8. Der von Staus am stärksten betroffene Monat war der Juli mit 50.000 Stunden und 87.000 Kilometern. Nur knapp dahinter folgt der Oktober mit 49.000 Stunden und 85.000 Kilometern. Insgesamt zeigte sich ein klares Hoch von April bis Oktober. Die stauärmsten Monate waren Februar, Januar und Dezember. Der am stärksten betroffene Tag fällt allerdings auf den Winter: Am 9. Januar sorgte ein Wintereinbruch für insgesamt 6.300 Kilometer Stau. Der Tag vor Christi Himmelfahrt, der 2025 auf den 28. Mai fiel und sonst ein typischer Kandidat für den staureichsten Tag des Jahres ist, lag mit 5.700 Kilometern deutlich dahinter, ebenso der 2. Oktober mit 4.900 Kilometern. Auch wenn die schlimmsten einzelnen Stautage oft mit Wochenenden zu tun haben, ist die Lage im Jahresdurchschnitt anders: Die meisten Staustunden wies 2025 der Donnerstag mit im Schnitt 1.669 auf, gefolgt von Mittwoch und Dienstag mit 1.641 beziehungsweise 1.564 Stunden. An Freitagen und Montagen sind die Zahlen mit 1.468 beziehungsweise 1.334 bereits ein gutes Stück niedriger, an Samstagen und Sonntagen mit 732 und 757 sehr viel niedriger. Hier schlägt der durchschnittliche Berufsverkehr den durchschnittlichen Ausflugsverkehr klar. Insgesamt gab es 610 Staus mit einer Länge von 20 Kilometern oder mehr. Das waren weniger als 2024. Die beiden längsten wurden am 27. Dezember gemessen: Auf der A7 zwischen Wörnitz und Kreuz Memmingen gab es bis zu 55 Kilometer, auf der A9 zwischen Hilpoltstein und Kreuz Neufahrn bis zu 44 Kilometer. Knapp dahinter folgen die A24 zwischen Pritzwalk und Kremmen am 1. Juni sowie die A7 zwischen Dreieck Hannover Süd und Dreieck Drammetal am 9. Januar mit je bis zu 43 Kilometern. Im laufenden Jahr erwartet der ADAC eine weitere Verschärfung der Situation auf den Autobahnen. Eine moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens werde voraussichtlich auch zu mehr Staus führen, heißt es vom Verkehrsclub. Zudem sorgten auch die «dringend erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen zur Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken» für zusätzliche Behinderungen. Sie seien aber alternativlos, um das Autobahnnetz zukunftsfit zu machen. Die Messungen beruhen auf Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von Lkw-Flotten und Smartphone-Apps. Dabei wurden Staus und stockender Verkehr gezählt. Als Stau gilt ein Ereignis, wenn auf einem Autobahnabschnitt über eine gewisse Zeit die Geschwindigkeit unter 20 Stundenkilometer fällt, bis 40 Stundenkilometer spricht man von stockendem Verkehr. In die Längenbilanz fließen nur Störungen ab einem Kilometer ein, jeweils mit ihrer maximalen Ausdehnung.Wie haben sich die Staus entwickelt?
Wo staute es sich besonders stark?
Wann staute es sich am stärksten?
Was waren die schlimmsten Einzelstaus?
Wie geht es weiter?
Wie werden die Zahlen gemessen?
Bildnachweis: © Roberto Pfeil/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Deutsche standen auf der Autobahn länger im Stau
Länge und Dauer nahmen laut Daten des ADAC zu. Ein Messwert ging allerdings zurück. Ein Überblick zur Staulage der Nation.
Meistgelesene Artikel
- 12. August 2026
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...
- 29. August 2026
Löckenhoff Lippstadt: „Alt gegen Neu" fürs Rad
Bei der Aktion „Alt gegen Neu" zahlt Löckenhoff in Lippstadt vom 29.08. bis 19.09. bis zu 1.500 € für dein altes Rad, wenn du ein neues kaufst.
- 16. August 2026
Großbrände: Hürtgenwald unter Kontrolle, Monschau entspannt
Zwei große Waldbrände in NRW sorgen für kräftezehrende Einsätze und massive Sorgen. Nun entspannt sich die Situation in Monschau an der belgischen Grenze und im nicht weit entfernten Hürtgenwald.
Neueste Artikel
- 10. September 2026
25 Tote bei Brand auf Frachter in Ostchina
Auf einem Frachter in Ostchina bricht ein großes Feuer aus. Staatsmedien berichten von vielen Verletzten und Toten. Doch Details zur Brandursache sind zunächst unklar.
- 10. September 2026
Angeklagte im Fabian-Prozess streitet Schuld weiter ab
Im Prozess um den getöteten Fabian hat die Angeklagte erstmals Fragen des Gerichts beantwortet. Der Richter äußert in mehreren Punkten Zweifel an der Version der Beschuldigten.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 10. September 2026
25 Tote bei Brand auf Frachter in Ostchina
Auf einem Frachter in Ostchina bricht ein großes Feuer aus. Staatsmedien berichten von vielen Verletzten und Toten. Doch Details zur Brandursache sind zunächst unklar.
- 10. September 2026
Angeklagte im Fabian-Prozess streitet Schuld weiter ab
Im Prozess um den getöteten Fabian hat die Angeklagte erstmals Fragen des Gerichts beantwortet. Der Richter äußert in mehreren Punkten Zweifel an der Version der Beschuldigten.

