25. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Überschwemmungen und Tote bei Wintersturm in Kalifornien

«It Never Rains in Southern California» heißt es in einem bekannten Song - es regnet nie im Süden Kaliforniens. Derzeit trifft das nicht zu: Heftige Unwetter haben den US-Bundesstaat hart getroffen.

Schwere Unwetter sorgen im Süden Kaliforniens für Überschwemmungen.
Veröffentlicht am 25. Dezember 2025 um 12:56 Uhr von dpa

Schwere Unwetter führen im Süden Kaliforniens an Weihnachten zu Überschwemmungen und auch Todesfällen. Mindestens zwei Menschen kamen etwa durch umstürzende Bäume oder Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Wintersturm ums Leben, wie US-Medien berichteten. Auf Bildern waren überflutete Straßen, weggeschwemmte Autos und Schlammlawinen zu sehen. Mehr als 125.000 Haushalte waren nach Angaben der Seite poweroutage.us ohne Strom.

In mehreren Bezirken galten Evakuierungswarnungen oder -anordnungen. Betroffen sind auch Gebiete rund um Los Angeles, die Anfang des Jahres von verheerenden Feuern erfasst worden waren. Grund für den heftigen Regen in dem sonst sonnenverwöhnten Bundesstaat ist ein Wetterphänomen mit dem Namen «atmosphärischer Fluss», ein Band mit feuchtigkeitsgesättigter Luft.

Notstand ausgerufen

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom rief am Mittwoch (Ortszeit) für mehrere Gebiete im Süden Kaliforniens den Notstand aus, darunter in den Millionenstädten Los Angeles und San Diego. Auch die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, erklärte in der Westküstenmetropole den lokalen Notstand, um zusätzliche Mittel für Einsatzkräfte freizugeben - «von schnellen Wasserrettungen über die Beseitigung umgestürzter Bäume bis hin zur Koordination sicherer Evakuierungen».

Brandgebiete besonders gefährdet

Der US-Wetterdienst warnte am Donnerstag und Freitag vor weiteren starken Regenfällen und Schnee in den Bergen. Sturzfluten seien möglich, zahlreiche Bäche könnten über die Ufer treten und in abgebrannten Gebieten für Erdrutsche und Schlammlawinen sorgen.

Zu Beginn des Jahres hatten schwere Großbrände in und um Los Angeles mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben.


Bildnachweis: © Matthew Hoen/ZUMA Press Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Kreative Aktion zur Sonnenfinsternis - Familienbüro lädt Kinder zum Basteln ein
Stadt Lippstadt

Lippstadt. Am Mittwoch, 12. August, erwartet Himmelsbegeisterte ein besonderes Naturereignis: Eine partielle...

weiterlesen...
#FitFürKrisen: Mit guter Vorsorge stark im Stromausfall - Schon kleine Vorkehrungen helfen, die erste Zeit des Blackouts gut zu meistern
Kreis Soest

Grundsätzlich ist das Stromnetz in Deutschland sehr stabil. Dennoch ist ein länger anhaltender Stromausfall nicht...

weiterlesen...

Neueste Artikel

20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...
Darum kommt König Charles nicht zum Begräbnis von Harald V.
Aus aller Welt

Zur Beisetzung von Norwegens König Harald V. werden Mitglieder mehrerer europäischer Königshäuser erwartet. Der britische Monarch kommt nicht - aber das war zu erwarten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...
Darum kommt König Charles nicht zum Begräbnis von Harald V.
Aus aller Welt

Zur Beisetzung von Norwegens König Harald V. werden Mitglieder mehrerer europäischer Königshäuser erwartet. Der britische Monarch kommt nicht - aber das war zu erwarten.

weiterlesen...