8. Mai 2026 / Aus aller Welt

Bergsteiger bei Vulkanausbruch in Indonesien gestorben

Beim Ausbruch des Vulkans Dukono geraten Wanderer in Not. Drei Menschen sterben. Trotz eines Kletterverbots hielten sie sich auf dem aktiven Vulkan auf.

Der Vulkan Dukono in Indonesien spuckt Asche in den Himmel. Mindestens drei Bergsteiger kommen ums Leben. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 8. Mai 2026 um 16:30 Uhr von dpa

Bei einem Ausbruch des Vulkans Dukono in Indonesien sind nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt 20 Bergsteiger befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe auf dem Vulkan, wie der örtliche Polizeichef mitteilte. Sie waren laut Behördenangaben trotz eines Kletterverbots dort unterwegs gewesen.

Zwei der Toten seien aus Singapur, teilte die Polizei mit. Bei dem dritten Opfer handele es sich um eine Frau aus Indonesien. Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes verletzt. Ihre Identitäten würden derzeit noch ermittelt. 

Die Leichen der drei Bergsteiger befinden sich laut Polizei in der Nähe des Gipfels. Die Bergung gestalte sich aber wegen anhaltender Eruptionen und starker Regenfälle schwierig. Die übrigen Bergsteiger, darunter sieben Menschen aus Singapur, seien inzwischen in Sicherheit. 

Aufstieg war bereits seit Wochen verboten

Der Vulkan Dukono auf den Nord-Molukken, einer Provinz der Inselgruppe Molukken, gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Bei seinem Ausbruch am Freitag spuckte er nach Angaben der Behörde für Vulkanologie und geologische Gefahren eine zehn Kilometer hohe Wolke aus schwarzer Asche in den Himmel. Bereits in den vergangenen Tagen habe er erhöhte Aktivität gezeigt, hieß es. Aufstiege auf den Vulkan seien bereits seit dem 17. April nicht mehr erlaubt gewesen. 

Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Entlang des Gürtels kommt es häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben.


Bildnachweis: © Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire/dpa
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