5. November 2025 / Aus aller Welt

Autofahrer fährt in Westfrankreich gezielt Passanten an

In Westfrankreich fährt ein Autofahrer absichtlich Passanten und Radfahrer an. Mehrere Menschen werden verletzt, einige davon sehr schwer. Die Sicherheitskräfte haben den Verdächtigen festgenommen.

Das Motiv des Fahrers ist noch unklar.
Veröffentlicht am 5. November 2025 um 15:44 Uhr von dpa

Ein wegen psychischer Probleme bekannter Autofahrer hat in Westfrankreich absichtlich mehrere Fußgänger und Radfahrer angefahren und verletzt. Laut Innenminister Laurent Nuñez wurden fünf Menschen umgefahren, zwei seien schwer verletzt. Weitere Menschen seien wohl von der Szene betroffen, aber nicht körperlich versehrt. Laut Staatsanwaltschaft rief der 35 Jahre alte Autofahrer bei seiner Festnahme «Allah Akbar» (etwa: Gott ist groß). Das Motiv des Mannes sei jedoch noch unklar und müsse im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden.

Der bereits wegen einfacher Vergehen polizeibekannte Mann sei wegen versuchten Mordes in Polizeigewahrsam genommen worden, hieß es von der Ermittlungsbehörde. Die Antiterrorstaatsanwaltschaft habe sich bisher nicht in die Ermittlungen eingeschaltet, beobachte den Fall aber.

Der Gendarmerie zufolge hatte es gegen 8.45 Uhr in der Gemeinde Saint-Pierre-d'Oléron auf einer Insel an der französischen Westküste mehrere Verkehrsunfälle mit nur einem beteiligten Fahrer gegeben. «Alle Dienste sind mobilisiert, um die Situation zu bewältigen», sagte Bürgermeister Thibault Brechkoff. In der Ortschaft Dolus werde ein Krisenstab eingerichtet.

Frankreichs Innenminister Nuñez sagte am Nachmittag am Ort des Geschehens, dass die Fahrt des Mannes 35 Minuten dauerte. Bei der Festnahme habe der Inselbewohner sich gewehrt und sein Auto angezündet. Die Einsatzkräfte nutzten einen Taser. Der Mann werde derzeit verhört, sage aber wohl nicht viel. Der Innenminister wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob es sich bei dem Vorfall um eine Terrortat handelt. Es sei Sache der Justiz, dies herauszufinden.


Bildnachweis: © Yohan Bonnet/AP/dpa
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