17. März 2025 / Aus aller Welt

Australien: Frau will Zehen aus Hunde-Erbrochenem verkaufen

So einen Fall hatte ein Richter in Australien wohl auch noch nie verhandelt: Es ging um menschliche Zehen und Hunde-Erbrochenes. Und um einen blühenden Schwarzmarkt mit bizarren Kaufangeboten.

Ein bizarrer Fall beschäftigte das Gericht in Ringwood bei Melbourne.
Veröffentlicht am 17. März 2025 um 12:07 Uhr von dpa

In Australien hat sich ein Gericht mit einer ebenso bizarren wie ekligen Geschichte befassen müssen: Eine Frau wollte menschliche Zehen, die sie aus Erbrochenem von Hunden geborgen hatte, auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Die Angeklagte hatte in einem Tierheim im südöstlichen Bundesstaat Victoria gearbeitet, als zwei Vierbeiner im Februar 2024 die Zehen und andere menschlichen Überreste wieder hochgewürgt hatten, wie die australische Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf die Justiz berichtete.

Was war passiert?

Die Hunde waren nach dem Tod ihres Besitzers in dem Tierheim abgegeben worden. Der Halter war den Angaben zufolge eines natürlichen Todes gestorben, bevor seine Tiere einige seiner Körperteile gefressen hatten. 

Die 48-Jährige habe die Überreste später im Müll gefunden, zitierte AAP die Staatsanwältin Melissa Sambrooks. «Sie fand zwei menschliche Zehen, nahm sie mit nach Hause und legte sie in ein Glas mit Formaldehyd.» Anschließend habe sie mit ihrer Tochter den Plan gefasst, die Körperteile online zu verkaufen. Angeblich soll sie geglaubt haben, bis zu 400 Australische Dollar (233 Euro) dafür bekommen zu können, wie es hieß.

Alligatorkralle und Meerschweinchenfuß

Nach einem anonymen Hinweis stand dann aber plötzlich die Polizei vor ihrer Tür. Die Australierin gab daraufhin zu, die Zehen zu besitzen und beabsichtigt zu haben, sie zum Verkauf anzubieten. Neben dem betreffenden Gefäß entdeckten die Beamten auch andere Kuriositäten im Haus, darunter eine Alligatorkralle, einen Vogelschädel und einen Meerschweinchenfuß. Die Frau soll demnach schon vorher in einer Facebook-Gruppe derartige Körperteile zum Kauf oder Tausch angeboten haben.

Der Angeklagten, die sich schuldig bekannt hatte, drohte eine Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis. Sie sei einer Haftstrafe «nur knapp» entkommen, sagte Richter Andrew Sim. Letztlich wurde die Frau vom Gericht in Ringwood bei Melbourne zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.


Bildnachweis: © Joel Carrett/AAP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

 Einkaufsfreude am Altstadtfest-Wochenende: Verkaufsoffener Sonntag am 7. Juni 2026
Stadt Lippstadt

Das Altstadtfest-Wochenende verbindet in Lippstadt Musik, Unterhaltung, Gastronomie und Einkaufsbummel in besonderer...

weiterlesen...
Neue Leistungen bei HSL Kardzis
Lokalnachrichten aus Lippstadt

Fräsen für Fußbodenheizung & Fliesenlegen – jetzt alles aus einer Hand vom Meisterbetrieb in Lippstadt.

weiterlesen...
Wusstet ihr schon? Im Café Baumhoers Lippeauenblick sind auch Feiern möglich.
Partner News

Nicht nur Café: Im Baumhoers Lippeauenblick sind auch Feiern und Veranstaltungen für Gruppen ab 15 Personen möglich.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...