Weil sie manchmal recht stoisch auf der Weide herumstehen oder gern ein Schaf dem anderen hinterhertrottet, sehen manche Menschen Schafe als eher dumm an. Doch damit könnte jetzt Schluss sein, glaubt zumindest Komiker und Schauspieler Bastian Pastewka (54): «Nach diesem Film nicht mehr!». Pastewka leiht in «Glennkill: Ein Schafskrimi» dem gutmütigen Schaf Mopple seine Stimme. Auch Comedy-Kollegin Anke Engelke (60) brach auf dem - schafgemäß mal nicht roten, sondern grasgrünen - Teppich der Deutschlandpremiere am Dienstagabend in Berlin eine Lanze für die vierbeinigen Wollknäuel: «Also spätestens nach dem Film hier denkt man: Schafe sind Teamplayer!» Eine andere Eigenschaft der sprechenden Schafe in «Glennkill» (Kinostart am 14. Mai) wollen Engelke und Pastewka allerdings keinesfalls übernehmen: Nach negativen Ereignissen einfach bis drei zählen zu können und alles zu vergessen. «Ich glaube, es macht uns als Menschen aus, dass wir alles wissen, was wir gemacht und eben auch erlebt haben», sagte Bastian Pastewka am Berliner Premierenteppich der Deutschen Presse-Agentur. In «Glennkill: Ein Schafskrimi», der Verfilmung des internationalen Bestsellers der deutschen Schriftstellerin Leonie Swann, spricht Engelke die Chefermittlerin Lily, das klügste Schaf auf der Weide. Das sei im Synchronstudio manchmal durchaus anstrengend und kurios gewesen, erzählte Engelke dem Premierenpublikum in der Berliner KulturBrauerei: «Das kann auch schon mal nur Atmer-Atmer-Geräusch-Mäh-Atmer-Atmer sein».
Und Pastewka ergänzt: «Und das sollten wir von ihnen lernen!»Lieber nichts Schlimmes vergessen
Und auch Anke Engelke will selbst in den heutigen Krisenzeiten nichts einfach verdrängen. Der dpa sagte sie: «Wir können aus dem lernen, was passiert ist. Ich finde das schwierig, zu verdrängen oder zu vergessen und zu sagen, dann ist es weg. Es ist nicht weg. Es ist geschehen».
Das gelte auch für schlimme private Erlebnisse, die man höchstens nur zeitweise ausblenden sollte, findet Engelke: «Das mal in eine Schublade zu packen und zu sagen: Warte mal ein paar Jährchen, aber irgendwann hole ich dich wieder raus. Du Geschehnis, du Trauer, du Schmerz, ich muss dich dann noch mal angucken und schauen, wie ich mit dir umgehe. Das ist wichtig.» Atmen, Mähen, Atmen
Engelke hat schon viele berühmte Filmtiere synchronisiert - etwa Dorie aus «Findet Nemo». Tierische Sprechrollen nehme sie dabei genauso ernst wie menschliche: «Am Ende geht es um das Schauspiel. Wenn die Geschichte stimmt und wenn die Figur interessant ist, dann sage ich eigentlich zu. Ob das jetzt ein Schaf ist oder ein Mensch oder ein Fisch oder eine Maus».
Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
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Anke Engelke und Bastian Pastewka loben Teamplay der Schafe
Schafweiden wirken friedlich. Doch in der «Glennkill»-Bestseller-Verfilmung geschieht ein Mord und die Schafe ermitteln. Die Promisprecher Anke Engelke und Bastian Pastewka sehen Schafe als Vorbild.
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